Start arrow Blog arrow Daniels Blog arrow Zum letzten Mal hieß es: „Schmidt und Pocher“
Zum letzten Mal hieß es: „Schmidt und Pocher“ Drucken
Geschrieben von Daniel   
Dienstag, 30. Juni 2009

und Philipp Hartmann

Dass das Ende kommen würde, stand eigentlich schon von Beginn an fest. Auch hatte man aus Medien und Presse bereits von einem Zwist innerhalb des ungleichen Duos zu lesen bekommen. Doch sollte dies wirklich das allerletzte Mal gewesen sein, dass diese beiden Herren unsere Late Night versüßen? Ausgerechnet jener historischen finalen Sendung durften wir jedenfalls vor einigen Wochen in Köln-Mühlheim beiwohnen.

Nach zwei Staffeln und knapp zweieinhalb Jahren wurde die erfolgsversprechende Kombination aus Harald Schmidt und Oliver Pocher, die so genannte „Ehe auf Zeit“ annulliert. Am 16. April 2009 strahlte das Erste Deutsche Fernsehen die letzte "Schmidt & Pocher"-Sendung aus, deren Aufnahme wir einige Wochen zuvor in den Studios von Bonito TV live miterleben durften. Nachdem diese beiden deutschen medialen Schwergewichte sich zum Zwecke der guten Unterhaltung und kritischen Belustigung der Zuschauer vereinigt hatten, gehen die beiden nun wieder getrennte Wege.

Dabei gibt sich der junge erfolgsveSchmidt und Pocherrwöhnte Spaßmacher Pocher ab diesem Wochenende wieder der gepflegten Selbstinszenierung hin. Nachdem er mit seiner Live-Show „Gefährliches Halbwissen“ wieder hunderttausende Zuschauer begeistern konnte, treibt er nun schon wieder seit vergangenem Freitag sein Unwesen in der eigenen Show. Die Zukunft des Entertainment-Großmeisters Schmidt bleibt hingegen zumindest offiziell ungewiss. Womöglich wird er von neuem zu gewohnter Zeit auf gewohntem öffentlich-rechtlichem Sender seine spätnächtliche Unterhaltung aufnehmen. Ob wir eines Tages sogar in den täglichen Genuss seiner satirischen Kalauer kommen? Zumindest darauf muss noch eine Antwort gefunden werden.

Sicher ist jedoch schon heute, dass zu Beginn des zweiten Quartals dieses Jahres ein weiteres erfolgreiches Kapitel der beiden Fernsehgrößen mit einer über weite Teile unterhaltsamen Show sein Ende nahm. Bei unserem Besuch waren dabei für uns zwei Dinge besonders interessant: Zum einen konnten wir erstmals beiden Showmastern live im Studio bei ihrer lustigen Arbeit zuschauen. Zum anderen bekam man einen seltenen Einblick in die Arbeit, die sich hinter einer solchen Sendung und besonders hinter der letzten halben Stunde vor Aufnahmebeginn verbirgt. So bekamen wir die Gelegenheit, ein echtes „Warm Up“ zu verfolgen, mit dem die beiden Entertainer vor jeder Sendung das Publikum erst einmal mit kleineren Witzen locker machen und die Stimmung anheizen.

Aber auch der weitere Verlauf der folgenden Sendung war für uns als Zuschauer sehr interessant. Zwischen Stand Up und komischen Gesprächen zwischen den Moderatoren, zwischen immer wieder eingespielten satirischen Berichten und einer Außenreportage vom Gelände der Studios vergingen die Minuten wie im Flug. Immer wieder wurde innerhalb weniger Momente umgebaut, wobei ein faires Maß an Professionalität zu erkennen war. Trotzdem bleiben natürlich insbesondere auch Pannen und die eine oder andere Spontanität charakteristisch für dieses Fernsehformat, wodurch sie auch im Grunde genommen erst ihren Charme gewinnen kann.

Wenn also diese so oft fast schon live wirkenden Abendsendungen aufgenommen sind, lohnt sich ganz besonders einmal der Besuch im Studio. Und mit diesem neu gewonnenen Eindruck sehen wir uns die nächste „live-Sendung“ noch einmal etwas genauer an. Vielleicht können wir uns ja dann demnächst auch wieder auf einen Besuch im Studio 449 freuen, wenn es möglicher Weise wieder heißt: „Herzlich Willkommen im Ersten Deutschen Fernsehen mit der Harald Schmidt Show!“… Wir freuen uns drauf!

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