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Ottawa Drucken
Geschrieben von Daniel   
Samstag, 27. Oktober 2007
Vergangenes Wochenende hatte ich bei einem Trip in die Hauptstadt von Kanada Ottawa die Gelegenheit das Land uns seine Leute ein bisschen besser kennen zu lernen. Auf unserem fuenftaegigen Trip habe ich wieder einiges erlebt...

000_0358.jpgDurch einen freien Tag in der letzten Woche, begannen wir unsere Reise schon Freitagmorgens. Zunaechst machten wir nach etwa sechs Stunden Fahrt und einigen Tim Hortons-Kaffeepausen, bei einer Verwandten halt. Weit ausserhalb, in der "Pampa" lebend, wohnt sie ein einem sozusagen privaten See mitten inder wunderschoenen Natur, auf die Kanada stolz sein kann. Natuerlich liessen mein Austauschpartner Mike und ich und auch unser Hund Hudson uns nicht davon abhalten in das eiskalte Wasser zu springen, obwoghl die Jahreszeit schon etwas kuehleres Wetter gebracht hatte. Nach einer Nacht im ausgebauten Dach mit Blick auf die atemberaubende Natur mit Mond und spaeter Sonnenaufgang, machten wir uns dann wieder auf um weitere zwei Stunden bis zu unserem eigentlichen Ziel Ottawa zu fahren.

Dort angekommen bezogen wir die Zimmer in unserem Hotel. In den naechsten zweieinhalb Tagen, die wir in der Stadt selbst verbrachten, sahen wir nicht nur die facettenreiche Stadt selbst mit ihren grossen Strassen und Einkaufszentren, sondern auch einige Museen und Sehenswuerdigkeiten. So besuchten wir beispielsweise das Kriegsmuseum oder das Museum fuer Zivilisation. Letzteres ist in der Stadt Hull gelegen, welche sich direkt auf der anderen Seite des angrenzen Flusses befindet und zur franzoesischsprachigen Provinz000_0377.jpg Quebec gehoert. Zudem besuchten wir dieRegierungs- und Parlamentsgebaeude, wo wir ebenfalls das Mitglied des Parlaments fuer unsere Region treffen und einige Zeit mit ihm reden konnten. Als besonderes Highlight, besuchten wir schliesslich die sogenannte "Question Period", bei der die Opposition der Regierung kritische Fragen stellen kann, die diese beantworten muss. Mit lautem Gegroele und dn verschiedensten Wegen seine Emotionen zu zeigen, erinnerten die ehrenwerten Mitglieder des Parlaments jedoch eher an eine Diskussion in der Klasse oder vielleicht sogar im Kindergarten.

Auf dem Rueckweg machten wir erneut bei einer Verwandten Halt, um die lange Faht nicht auf einmal beaeltigen zu muessen. Als Besitzerin eines Schokoladenladens, konnten wir bei ihr einiges ueber Schokolade lernen und natuerlich auch ausprobieren.

Schliesslich kamen wir denn wieder zu Hause an und der Schulalltag fing uns wieder ein. An diesem Freitag jedoch stand das naechste aussergewoehnliche Event an. Obwohl ich Fisch wie die Pest verabscheue, habe ich mich dazu ueberreden lassen dem "Fishing-Team" beizutreten und so stand gestern der erste richtige 'Fishing-Trip" an. Da ich durch meinn Hass gegen Fisch natuerlich noch nie Fischen gewesen war, musste ich mir diese Kunst erst einmal erklaeren lassen. Nach wenigen Minuten hatte ich das Prinzip jedoch verstanden und ich konnte mit meiner Anfaengerangel beginnen. Es dauerte nicht lange und der erst Fisch biss doch tatsaechlich an. Mit Hilfe meines Freundes, der sozusagen Profi ist, konnte ich den Fisch an Land bringen und er wurde gewogen und vermessen bevor er wieder in den kleinen See im Hintergarten eines Vaters eines Schueler geworfen wurde.

careys07031.jpg Es brauchte nicht viele versuche und nach dem kleineren Fisch zu Beginn, biss der zweite, weit groessere Fisch an. Nachdem ich zu geekelt war um den ersten Fisch anzufassen, musste ich nun den Fisch meines Austapartners tragen, damit er meinen transportieren konnte. Hoechst angeekelt erfuellte ich meine Aufgabe und auch mein zweiter Fisch wurde notiert - den ersten Platz nur um 50 Gramm verfehlend. Zurueck an unserem Angelplatz warf ich die Angel nun einige weitere Male ins Wasser. Und unglaublicher Weise biss doch tatsaechlich noch ein weiterer Fisch an. Mit aller Kraft brachten wir diesen an Land und ich dachte noch bei mir, als der Fisch noch im Wasser war, dass dies wohl wieder ein etwas kleinerer Fisch sei. Doch ersteinmal an Land sahen wir das volle Ausmass. Wieder gewogen und vermessen stellte sich heraus, dass dies doch tatsaechlich der dickste Fisch des Tages war und den Rekord dieses Teiches nur um wenige Zentimeter verfehlte. So gewann ich schliesslich doch tatsaechlich den Wettbewerb und mein erstes Fischenerlebnis wird mir wohl immer in Erinnerung bleiben...

Nachtrag: Beim heutigen Treffen des "Fisching-Team" tauschten wir noch einmal Erfahrungen aus und blickten auf unseren Ausflug zurueck. Schliesslich wurden die Preise verteilt. Als ersten Preis bekam ich als blutiger Anfaenger so eine richtige Angel geschenkt, die mich jetzt nach Deutschland begleiten wird, sodass ich auch zu Hause meinem neuen Hobby nachgehen kann!

Viele weitere Tage sind nun auch schon wieder vorbei mit all ihren Eindruecken und Erlebnissen und ich geniesse meine letzten Tage in Kanada. Immer wieder stelle ich fest, wie schnell doch drei Monate umgehen koennen...

Wenn du deine Kritik, Anmerkungen oder Erfahrungen loswerden willst, kannst du mir einfach einen Kommentar dalassen! Ich freue mich ueber jede Notiz! Ansonsten folgt die Fortsetzung natuerlich wie immer!

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