Start arrow Blog arrow Midterm
Midterm Drucken
Geschrieben von Daniel   
Freitag, 5. Oktober 2007
Jetzt sind schon sechs Wochen vergangen, in denen ich in Kanada bin, Zeit einmal Bilanz zu siehen. Zeit einmal zu sehen, was sich in meinem Leben nun als Kanadier so alles geaendert hat.

Nach wie vor ist die Schule der groesste Besandteil im Leben eines kanadischen Schuelers. Der Bus steht morgens um acht Uhr vor der Tuer und wartet kaum, bis er  in Richtung Schule davonbraust. Um dann um vier Uhr wieder zurueck zu sein und den Schultag damit zu beenden. Acht Stunden eines Tages sind doch ganz schoen viel. Und mit etwas Pech, muss man anschliessend auch noch Hausaufgaben machen, abzugebende Aufgaben vorbereiten oder fuer den einen oder anderen Test bueffeln. Was uebrigens nicht selten vorkommt.

Vier Wochen Schule hat es gebraucht um im Unterrichtsfach Theater bei unserer Arbeit fuer das bevorstehende Theaterstueck am ersten und zweiten November anzukommen. Vier einhalb Wochen bleiben den einzelnen Gruppen nun noch um sich fuer die Premiere vorzubereiten.

Fast ebensolange hat es gedauert um im Fach Handwerken soweit zu kommen, dass die Schueler an ihren eigentlichen Projekten arbeiten koennen, mit denen sie den Rest des Semesters beschaeftigt sein werden.

In Franzoesisch geht der Unterricht nur langsam voran. Smalltalk und Meinungsabfragen zwischen Lehrer und Schuelern (leider nicht auf franzoesisch, sondern englisch) stehen oft im Vordergrund. Bei aller Liebe, manchmal wundert man sich nicht, warum die Schueler sich beklagen, kein Wort Franzoesisch zu sprechen. Notizen vom Tageslichtprojektor kopieren und Loesungen gesagt bekommen, hilft nicht immer wirklich weiter... Dennoch reicht der Stoff, um einenbevorstehenden Test zu fuellen.

Englisch scheint, wie eventuell zu erwarten, das anspruchvollste Fach zu sein. Aufsaetze und einzureichende Arbeiten reihen sich nur so aneinander, sodass manch einer gar keinen Ausweg mehr sieht, sich zuruecklehnt und gar nichts mehr tut.

Dennoch sind alle Lehrer und Schueler sehr nett. So kommt in so mancher Pause, Mittagspause, Unterrichtsstunde oder waehrend einer Busfahrt das einen oder andere interessante Gespraech oder Diskussion zustande. Neben einigen inhaltlich weniger sinnvollen Fragen, habe ich so schon einige interessante Themen diskutiert.

Schliesslich bleibt mir der deutsche Akzent, der anscheinend klar heraussticht, und das besondere etwas, das ich an mir habe; das "andere Seite der Welt", das "Europaeische", aber vor allem auch das "Deutsche". Vielleicht mg es der eine oder andere nicht glauben, aber viele Kanadier erzaehlen von ihren deutschen Verwandten oder Vorfahren oder, dass sie sehr gerne einmal nach Deutschland kommen wuerden.

Interessant ist zum Schluss auch, dass anscheinend die halbe Schule die andere deutsche Austauschpartnerin aus Frankfurt an meiner Schule und mich fuer Geschwister haelt. Wer weiss, wer ihnen das gefluestert hat.

Nach wie vor, ist das Leben hier sehr unterschiedlich und darum sehr interessant und ich geniesse weiterhin den Unterschied in einem weit, weit entfernten Land...

» Keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.
 
< zurück   weiter >